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Hauskauf und Modernisierung: Warum strategische Finanzierung so wichtig ist

Vor kurzem saß ein Paar bei mir in der Beratung hier in Köln – und ihr Fall zeigt eindrücklich, was passieren kann, wenn die Baufinanzierung nicht strategisch geplant wird. Ich möchte Dir diese Geschichte erzählen, damit Du denselben Fehler vermeiden kannst.

Der Fall: Erst kaufen, später modernisieren

Die beiden hatten ein Haus im Rheinland gekauft und den Kauf mit einem klassischen Annuitätendarlehen finanziert – zehn Jahre Zinsbindung, solide Konditionen. Soweit, so gut.

Allerdings war von Anfang an klar: Ein Jahr nach dem Kauf steht eine größere Modernisierung an. Neue Heizung, neue Fenster, neue Bäder, vielleicht ein Anbau. Auch diese Maßnahmen sollten finanziert werden.
 

Das Problem: Die Bank macht nicht mit

Als es dann soweit war, kam die böse Überraschung: Die Bank, die den Hauskauf finanziert hatte, wollte nun die Modernisierung nicht finanzieren. Und jetzt wird es kompliziert.

Andere Banken könnten die Modernisierung zwar grundsätzlich finanzieren – aber nur im sogenannten Nachrang. Das bedeutet: Die neue Bank steht im Grundbuch hinter der ersten Bank. Falls etwas schiefgeht, bekommt sie ihr Geld erst, wenn die erste Bank bedient wurde.
 
Das ist für viele Banken ein Problem. Besonders wenn bereits eine größere Summe im ersten Rang steht, winken die meisten Banken ab. Kein direktes KO-Kriterium, aber in der Praxis sehr schwer umzusetzen.
 

Der Fehler: Zu wenig vorausgedacht

Was hätten die beiden anders machen können? Die Antwort ist einfach:

Sie hätten den Hauskauf flexibel finanzieren müssen. Bedeutet:

  • Mit einer kurzen Zinsbindung von nur einem Jahr
  • Oder mit einem variablen Darlehen, das jederzeit kündbar ist

So hätten sie jetzt die Freiheit, eine Bank zu wählen, die das Gesamtvorhaben – Kauf plus Modernisierung – finanziert. 

Welche Optionen bleiben?

Jetzt sitzen sie in der Klemme. Das bestehende Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung können sie nicht einfach kündigen.

Eine Option wäre nun, mit der Bank zu verhandeln, dass das Darlehen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung gekündigt werden kann. Das ist der Betrag, den die Bank als Entschädigung für entgangene Zinsen verlangt. Allerdings reden wir bei der Vorfälligkeitsentschädigung über eine fünfstellige Summe. Das tut weh.

Eine andere Option wäre, eine Bank zu finden, die auch bei größeren Summen im ersten Rang in den Nachrang geht. Dieses höhere Risiko lässt sich die Bank allerdings durch einen höheren Zinssatz bezahlen, was wiederum zu einer deutlich höheren Rate führt.

Mein Fazit: Beratung ist heute wichtiger denn je

Dieser Fall zeigt, wie teuer eine schlechte Beratung werden kann. Die Kunden wurden bei der ersten Finanzierung nicht strategisch beraten. Niemand hat gefragt: „Was kommt danach? Welche Pläne habt ihr in den nächsten Jahren?"

Gerade hier im Rheinland, ob in Köln, Bergisch Gladbach, Leverkusen oder Langenfeld, wo Immobilien begehrt sind und viele ältere Häuser Modernisierungsbedarf haben, ist eine spätere, umfangreichere Modernisierung ein realistisches Szenario. 
 
Mein Rat: Denke bei der Baufinanzierung immer einen Schritt weiter. Was könnte in den nächsten Jahren anstehen? Eine Modernisierung? Ein Anbau? Sprich offen mit Deinem Berater darüber – und wähle eine Finanzierungsstruktur, die zu Deinen Plänen passt.
 
Wenn Du unsicher bist, wie Du Dein Vorhaben strategisch finanzieren solltest, dann frage gerne einen Beratungstermin an und wir schauen gemeinsam, welche Optionen für Dich wirklich sinnvoll sind.

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