Vor kurzem saß ein Paar bei mir in der Beratung hier in Köln – und ihr Fall zeigt eindrücklich, was passieren kann, wenn die Baufinanzierung nicht strategisch geplant wird. Ich möchte Dir diese Geschichte erzählen, damit Du denselben Fehler vermeiden kannst.
Die beiden hatten ein Haus im Rheinland gekauft und den Kauf mit einem klassischen Annuitätendarlehen finanziert – zehn Jahre Zinsbindung, solide Konditionen. Soweit, so gut.
Als es dann soweit war, kam die böse Überraschung: Die Bank, die den Hauskauf finanziert hatte, wollte nun die Modernisierung nicht finanzieren. Und jetzt wird es kompliziert.
Was hätten die beiden anders machen können? Die Antwort ist einfach:
Sie hätten den Hauskauf flexibel finanzieren müssen. Bedeutet:
So hätten sie jetzt die Freiheit, eine Bank zu wählen, die das Gesamtvorhaben – Kauf plus Modernisierung – finanziert.
Jetzt sitzen sie in der Klemme. Das bestehende Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung können sie nicht einfach kündigen.
Eine Option wäre nun, mit der Bank zu verhandeln, dass das Darlehen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung gekündigt werden kann. Das ist der Betrag, den die Bank als Entschädigung für entgangene Zinsen verlangt. Allerdings reden wir bei der Vorfälligkeitsentschädigung über eine fünfstellige Summe. Das tut weh.
Eine andere Option wäre, eine Bank zu finden, die auch bei größeren Summen im ersten Rang in den Nachrang geht. Dieses höhere Risiko lässt sich die Bank allerdings durch einen höheren Zinssatz bezahlen, was wiederum zu einer deutlich höheren Rate führt.
Dieser Fall zeigt, wie teuer eine schlechte Beratung werden kann. Die Kunden wurden bei der ersten Finanzierung nicht strategisch beraten. Niemand hat gefragt: „Was kommt danach? Welche Pläne habt ihr in den nächsten Jahren?"