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NRW.Bank.Wohneigentum

Wenn Du Dich mit dem Thema Baufinanzierung beschäftigst, bist Du wahrscheinlich schon über das KfW-Wohneigentumsprogramm (Kredit 124) gestoßen. Dieses Programm iat sehr bekannt. Aber kennst Du auch das Programm „NRW.BANK.Wohneigentum"? Vermutlich nicht – und damit bist Du nicht allein. Dabei bietet das Programm NRW.BANK.Wohneigentum für Familien in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Monheim am Rhein, Rösrath, Gummersbach und in gesamt Nordrhein Westfalen einige Vorteile, die das KfW-Programm nicht bietet.

In diesem Artikel vergleiche ich beide Programme für Dich – und erkläre, warum sich ein genauer Blick auf das Programm NRW.BANK.Wohneigentum besonders lohnen kann.

Was ist das KfW-Wohneigentumsprogramm 124?

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert mit dem Programm 124 den Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum. Das Programm ist bundesweit verfügbar und wird von nahezu jeder Bank angeboten.

Die Eckdaten im Überblick:

  • Maximaler Kreditbetrag: 100.000 Euro
  • Laufzeiten: bis zu 35 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre: 1 bis 5 Jahre
  • Zinsbindung: 5 oder 10 Jahre
  • Keine Einkommensgrenze – jeder kann es beantragen

Nach 5 oder 10 Jahren endet die Zinsbindung und die Anschlussfinanzierung steht an. Der Zinssatz für die Anschlussfinanzierung ist dann nicht mehr durch die KFW vergünstigt. 

Das Pendant in NRW: NRW.BANK.Wohneigentum

Für alle, die in Nordrhein-Westfalen ein Eigenheim kaufen oder bauen möchten, gibt es ein eigenständiges Landesprogramm: NRW.BANK.Wohneigentum. Und dieses Programm hat ein paar echte Vorteile.

Die Voraussetzungen:

Anders als bei der KfW gibt es hier Einkommensgrenzen – die meiner Ansicht nach jedoch großzügig bemessen sind:

  • Einpersonenhaushalte: Maximal 75.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen
  • Mehrpersonenhaushalte (z.B. Paare): maximal 100.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen
  • Pro Kind unter 18 Jahren erhöht sich die Grenze um weitere 20.000 €

Ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern in Köln darf ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu 140.000 € p.a. erzielen und ist trotzdem förderberechtigt. Beachte bitte, dass das Bruttojahreseinkommen gegebenenfalls deutlich höher sein kann. Damit fallen die allermeisten jungen Familien, die ich in meiner Beratung in Köln und dem Rheinland treffe, in den Förderbereich.

Die Highlights des NRW-Programms:

  • Kein Höchstbetrag festgelegt: Du kannst bis zu 50% der förderfähigen Investitionskosten finanzieren – ohne starre Obergrenze von 100.000 €
  • Anschlussfinanzierung möglich: Du kannst das Restkapital eines bestehenden Immobilienkredits mit NRW.BANK.Wohneigentum umschulden – das bietet die KfW nicht
  • Sehr lange Zinsbindungen möglich
  • Kombination mit anderen Förderungen möglich
  • attraktive Konditionen

Der direkte Vergleich – KfW 124 vs. NRW.BANK.Wohneigentum

 

 

Außerdem sind die Konditionen des Programms der NRW Bank in der Regel günstiger. Aktuell (Stand 18. Februar 2026) liegt der Zinssatz von NRW.BANK.Wohneigentum für ein Darlehen mit einer Gesamtlaufzeit von 35 Jahren und einer Zinsbindung von 10 Jahren bei einem Sollzins von 3,58% (Vergleich KFW124: 3,80%). 

Die Krux in der Praxis: Nicht jede Bank bietet NRW.BANK.Wohneigentum an

Hier kommt der Haken – und einer der Gründe, warum dieses attraktive Programm eher selten genutzt wird: Das NRW.BANK.Wohneigentum wird im sogenannten „Hausbankverfahren" vergeben. Das bedeutet: Du kannst es nicht direkt bei der NRW.BANK selbst, sondern nur über eine Bank oder Sparkasse beantragen. Und hier wird es knifflig: Nicht jede Bank bietet das Programm an. Viele Kunden wissen gar nicht, dass es existiert – und ihre Bankberater erwähnen es oft nicht, weil sie es selbst nicht im Angebot haben.

Mein Tipp: Frage aktiv danach! Oder wende Dich an einen freien Finanzierungsvermittler, der Zugang zu verschiedenen Banken hat und die NRW.BANK-Programme kennt.

Können beide Programme kombiniert werden?

Ja! Beide Programme erlauben ausdrücklich die Kombination mit anderen Fördermitteln. Du könntest also theoretisch sowohl das KfW-Wohneigentumsprogramm als auch das NRW.BANK-Darlehen in Deine Baufinanzierung einbauen – sofern deine finanzierende Bank beide Programme anbietet.

Für wen lohnt sich welches Programm?

Das KfW-Programm 124 kann die richtige Wahl sein, wenn:

  • Du außerhalb von NRW kaufen oder bauen möchtest
  • Du ein sehr hohes Einkommen hast und die Einkommensgrenzen von NRW.BANK.Wohneigentum überschreitest
  • Du maximale Flexibilität bei der Bankenauswahl möchtest

Das NRW.BANK-Programm solltest Du Dir anschauen, wenn:

  • Du in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, dem Bergischen Land oder einer anderen Stadt in NRW kaufst oder anschlussfinanzieren möchtest
  • Du die Einkommensgrenzen von NRW.BANK.Wohneigentum nicht überschreitest

Fazit: Ein echter "Geheimtipp" für Immobilienkäufer im Rheinland

Das Programm NRW.BANK.Wohneigentum ist meiner Erfahrung nach ein unterschätztes Förderinstrument für den Immobilienkauf in Nordrhein-Westfalen. Die längeren Zinsbindungen und der fehlende Höchstbetrag können es für viele Familien in Köln und dem Rheinland zu einem interessanten Förderprogramm machen.

Der einzige Wermutstropfen: Du brauchst eine Bank, die das Programm anbietet. Deshalb mein Rat: Lass Dich von jemandem beraten, der den Markt kennt und Zugang zu verschiedenen Banken hat.

Du möchtest wissen, ob du für das NRW.BANK-Programm in Deiner Situation sinnvoll ist und welche Kombinationen für deine Baufinanzierung in Köln oder dem Bergischen Land optimal sind? Dann melde Dich – ich helfe Dir gerne, das Beste aus Deiner Finanzierung herauszuholen.


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