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Photovoltaik finanzieren – Welche Förderungen und Kredite gibt es in NRW?

Du besitzt ein Eigenheim im Rheinland – zum Beispiel in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Langenfeld oder Monheim am Rhein- und jetzt überlegst Du, eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen? Dann bist Du nicht allein. Immer mehr Familien wollen unabhängiger von steigenden Strompreisen werden.

Aber eine PV-Anlage kostet schnell 15.000 Euro oder mehr – je nach Größe und ob ein Speicher dabei sein soll. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie finanziere ich das am besten? Und gibt es Förderungen, die mir helfen?

In diesem Beitrag zeige ich Dir, welche Fördermöglichkeiten es in NRW gibt und welche Finanzierungswege sich für eine Photovoltaikanlage in der Praxis lohnen.
 

Welche Förderungen gibt es für eine Photovoltaik?

KfW-Kredit 270 – klingt gut, hat aber Nachteile

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit dem Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard" Kredite für PV-Anlagen an. Damit kannst Du bis zu 100 Prozent deiner Investitionskosten finanzieren – inklusive Planung und Installation.

Klingt erstmal gut. In der Praxis gibt es aber gleich zwei Probleme:
 
Problem 1: Die Konditionen sind oft gar nicht so günstig. 
Bei KFW Krediten geht man grundsätzlich von vergünstigten Kreditkonditionen aus. Das ist beim KFW-Kredit 270 jedoch in der Praxis nicht immer der Fall. Für Privathaushalte gibt es oft bessere Alternativen.
 
Problem 2: Du findest kaum eine Bank, die das macht.
KfW-Kredite werden nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern über eine Bank. Und hier liegt das eigentliche Problem: Die meisten Banken haben schlicht kein Interesse daran, einen KfW-Kredit über 15.000 oder 20.000 Euro zu bearbeiten. Der Aufwand für die Bank ist im Verhältnis zum Ertrag zu groß. Es lohnt sich für die Bank einfach nicht. In der Praxis wirst Du deshalb oft abgewiesen oder auf andere Produkte verwiesen.
 
Mein Fazit zum KfW-Kredit:
Theoretisch eine Option, praktisch für die PV-Finanzierung selten der beste Weg.

 

Kommunale Förderungen in Köln, Bonn und Umgebung

Einzelne Städte und Kreise in NRW bieten eigene Zuschüsse für PV-Anlagen und Stromspeicher. Das sind echte Zuschüsse – also Geld, das Du nicht zurückzahlen musst. 

  • Köln: Die Stadt fördert Photovoltaik und Speicher mit Zuschüssen.
  • Bonn: Das Programm „Solares Bonn" läuft auch 2026 weiter.
  • Rhein-Erft-Kreis: Hier gibt es pauschal 1.000 Euro für PV-Anlagen ab 5 kWp und 500 Euro für Stromspeicher.

Mein Tipp: Frage direkt bei Deiner Stadt oder Gemeinde nach – die Programme ändern sich häufig und sind oft zeitlich oder budgetär begrenzt.

Finanzierungsmöglichkeiten

Für die meisten Familien, die eine PV-Anlage finanzieren wollen, ist eine klassische Baufinanzierung keine Option. Warum? Summen von 10.000 bis 30.000 Euro sind dafür schlicht zu niedrig – und der Aufwand mit Grundbucheintrag und Notar steht in keinem Verhältnis.

Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen.
 

Modernisierungskredite – meine Empfehlung

Viele Banken bieten sogenannte Modernisierungskredite an. Das sind spezielle Ratenkredite für energetische Maßnahmen am Eigenheim – also genau das Richtige für eine PV-Anlage.

Die Vorteile:

  • Zinsvergünstigt: Die Zinsen liegen oft unter denen eines klassischen Konsumentenkredits.
  • Längere Laufzeiten: Du kannst die Raten auf bis zu 20 Jahre strecken – das macht die monatliche Belastung überschaubar.
  • Keine Grundbuchsicherung: Kein Notar, kein Grundbucheintrag – die Beantragung ist schnell und unkompliziert.
  • Schnelle Auszahlung: Oft hast du das Geld innerhalb weniger Tage auf dem Konto.

Für die Finanzierung einer Photovoltaikanlage sind Modernisierungskredite aus meiner Sicht oft die beste Wahl. 

Bausparvorfinanzierung

Auch Bausparkassen bieten spezielle Kredite für kleinere Modernisierungsvorhaben an, die in der Regel so funktionieren:

Du erhältst ein Sofortdarlehen von der Bausparkasse, auf das Du zunächst nur die Zinsen zahlst – keine Tilgung. Parallel schließt Du einen neuen Bausparvertrag ab, den Du monatlich besparst. Sobald dieser Vertrag zuteilungsreif ist, löst Du damit das Sofortdarlehen ab.

Diese Modelle lassen sich teilweise über eine längere Laufzeit strecken, so dass die monatliche Belastung geringer ist. Auf der anderen Seite sind die Gesamtkosten der Finanzierung durch die Vorfinanierung des Bausparvertrages häufig teurer.

Bauspardarlehen

Hast Du vielleicht noch einen alten Bausparvertrag, der zuteilungsreif ist oder in die Zuteilung gebracht werden kann? Dann kann ein Bauspardarlehen eine günstige Option sein. Die Zinsen sind oft günstig und es kann sich lohnen. Da solltest Du auf jeden Fall prüfen.

Welche Finanzierung passt zu Dir?

Das hängt von Deiner Situation ab:

  • Du wünscht es schnell und unkompliziert? → Modernisierungskredit
  • Du hast einen zuteilungsreifen Bausparvertrag? → Bauspardarlehen prüfen
  • Du brauchst eine möglichst niedrige monatliche Rate? → Vielleicht Bausparvorfinanzierung
Ich empfehle Dir, verschiedene Angebote zu vergleichen und dabei nicht nur auf den Zinssatz zu schauen, sondern auch auf die Laufzeit, monatliche Rate, Flexibilität und die Gesamtkosten unterschiedlicher Kreditmodelle.
 

Fazit

Eine Photovoltaikanlage kann eine sinnvolle Investition sein – und mit Modernisierungskrediten, Bauspardarlehen oder kommunalen Zuschüssen gibt es gute Möglichkeiten, die Kosten zu stemmen.

Wenn Du unsicher bist, welche Finanzierung für Dich passt, dann melde Dich gerne bei mir. Gemeinsam vergleichnen wir verschiedene Optionen und finden die beste Lösung für Deine Situation.

 


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