Du hast am Jahresende etwas Geld übrig – vielleicht 6.000 Euro. Und jetzt stehst Du vor der klassischen Frage: Ab damit in die Baufinanzierung als Sondertilgung? Oder lieber investieren und das Geld für Dich arbeiten lassen?
Bei einer Sondertilgung zahlst Du einen Teil Deines Darlehens außerplanmäßig zurück. Das klingt erstmal unspektakulär. Aber der Effekt ist größer, als viele denken.
Ein Beispiel: Dein Darlehen hat aktuell eine Restschuld von 417.684 Euro, Du zahlst monatlich 1.900 Euro an Darlehensrate und Dein Sollzinssatz liegt bei 3,19 %. Die Zinsbindung läuft noch 105 Monate.
Jetzt kommt der Punkt, den viele übersehen: Eingesparte Zinsen sind steuerfrei. Du zahlst keine Abgeltungssteuer darauf.
Bei einer klassischen Geldanlage sieht das anders aus. Dort zieht das Finanzamt 26,375 % Abgeltungssteuer ab (unter der Annahme, dass Dein Freibetrag bereits verbaucht ist). Damit Du nach Steuern auf dieselben 3,24 % kommst, müsste deine Geldanlage mindestens 4,23 % brutto pro Jahr erwirtschaften.
Kann eine Alternativanlage das schaffen?
Ja, historisch gesehen schon. Ein typisches 60/40-ETF-Portfolio (60 % weltweite Aktien, 40 % deutsche Staatsanleihen) hat in den letzten zehn Jahren etwa 6,20 % pro Jahr erzielt. Nach Steuern wären das rund 4,56 % – also mehr als die Sondertilgung.
Es gibt noch einen wichtigen Unterschied. Wenn du 6.000 Euro in eine ETF Anlage investierst, kannst Du normalerweise jederzeit über Dein Depotguthaben verfügen.
Es gibt keine Pauschalantwort. Aber klare Entscheidungskriterien.
Anlegen passt zu Dir, wenn:
Wenn Du Dein Eigenheim im Rheinland (zum Beispiel in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Monheim oder Langenfeld) finanziert hast und Dir die Frage stellst, ob Sondertilgungen für Dich Sinn machen, dann melde Dich gerne und wir schauen uns gemeinsam Deine Finanzierung an.